Ausgabe 2023

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Die Rückkehr des Festivals, vom 21. bis 25. März 2023

Für seine 13. Ausgabe Internationales Archäofilmfestival von Nyon (FIFAN) feierte seine Rückkehr auf die große Leinwand, nach dieser ganz besonderen Zeit des Lockdowns, die uns 2021 eine Online-Ausgabe aufgezwungen hatte. Im Jahr 2023 besinnt das Festival sich auf seine ursprüngliche Bestimmung zurück, dem Publikum Begegnungen mit Fachleuten zu ermöglichen: Archäologen, Forschern und Forscherinnen, Regisseuren und Regisseurinnen. Diese neue Ausgabe steht somit ganz im Zeichen der Geselligkeit und des Austauschs.

Die Woche begann mit einer Hommage an den 100. Jahrestag der Entdeckung des Grabes von Tutanchamun. Der erste Film untersuchte und interpretierte die Grabbeigaben dieses Pharaos neu. Er lüftete den Schleier über zahlreiche Unklarheiten, insbesondere bezüglich des Ursprungs dieses außergewöhnlich reichen Schatzes. Eine Präsentation von Amandine Marshall beleuchtete die aufeinanderfolgenden Plünderungen dieses Grabes in der Antike, lange vor seiner Entdeckung durch Howard Carter im Jahr 1922.

Ägypten stand bei dem Abend der Schweizer Archäologie ebenfalls im Mittelpunkt, mit einem Film über die Forschungen an mumifizierten Körpern durch ein Team der Universität Basel. Dieser Abend der Schweizer Archäologie entführte uns zudem auf die Entdeckung der Tessiner Forschung und anschließend mit dem Film zu der Frage der Pfahlbauten. Erinnerungen jenseits der Seen, in 3D projiziert, gefolgt von einem Vortrag über den Schutz dieser unsichtbaren Überreste.

Es kommt oft vor, dass die Nachrichtenlage die Archäologie einholt, die von politischen Interessen als Geisel genommen wird. Dieses Thema wurde in einem ersten Film, Der Eid des Cyriacus, behandelt, der die Rettung der Objekte des Museums von Aleppo in Syriens zum Gegenstand hat. Eine Diskussion über die Hintergründe seiner Entstehung und Verbreitung begleitete das Ende der Vorführung. Der Film Sheol seinerseits präsentierte die Ausgrabungen des NS-Vernichtungslagers Sobibor in Polen. Mangels Archiven ist heute nur die Archäologie in der Lage, die materiellen Zeugnisse dieser jüngeren Vergangenheit vor den Toren des Vergessens zusammenzutragen. Auch auf diesen Film folgte eine Diskussion.

Alle ausgewählten Filme sollten eine Reise durch die Zeit von der Urgeschichte bis zur Neuzeit sowie durch verschiedene Regionen von Samarkand bis Rom ermöglichen. Da die Archäologie schließlich vor allem eine Disziplin leidenschaftlicher Frauen und Männer ist, wurden zudem Porträts außergewöhnlicher Forscherinnen und Forscher gezeigt, als Hommage an all jene, die ihr Leben der Forschung gewidmet haben.

Wir haben uns sehr gefreut, Sie bei dieser Ausgabe 2023 so zahlreich begrüßen zu dürfen!

CHRISTOPHE GOUMAND
Festivalleiter

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