Ausgabe 2017
Das im Jahr 1999 gegründete Internationale Archäologische Filmfestival von Nyon feierte seine zehnte Ausgabe. Im Laufe der vergangenen Festivals konnten wir die Entwicklung des Archäilogiefilms und das Aufkommen neuer, an den Dokumentarfilm angepasster kinematografischer Technologien wie computergenerierte Bilder, virtuelle Realität oder Doku-Fiktion beobachten.
Im Jahr 2017 trat eine neue Technik, die im Kino regelmässig verwendet wird, in Konkurrenz zum Archäologiefilm. So wurde bei der Eröffnungsveranstaltung der Film über die Schweizer Hauptstadt «Aventicum D-Couverte» in 3D-Version projiziert. Zwei weitere Filme aus der Romandie ergänzten das Programm dieses ganz der regionalen Archäologie gewidmeten Abends: «La Bâtie Rouelbeau», in dem die Ergebnisse zehnjähriger Ausgrabungen des Schlosses Rouelbeau in Meinier (Genf) vorgestellt wurden, und die für das Archéolab der Museen von Pully produzierten Filme.
Das Festival hat uns die ganze Woche über mit Filmen, die die Geschichte aller Kontinente abdecken – Australien, China, Nord- und Südamerika, Afrika und natürlich Europa –, auf eine Reise um die Welt mitgenommen.
Ein besonderer Schwerpunkt wurde mit dem Vortrag am Donnerstagabend auf die präkolumbianische Zeit gelegt: Christophe Delaere von der Freien Universität Brüssel stellte seine Unterwasserforschungen im Titicacasee in Bolivien vor.
Diese zehnte Ausgabe bot auch Gelegenheit, über die Geschichte der Archäologie und die Art und Weise, wie sich das Wissen entwickelt hat, nachzudenken. Am Freitagabend ließ uns der Film «Die Geburt der Urgeschichte» die Anfänge dieser Disziplin, ihre Entwicklung und die damit verbundene Evolution des menschlichen Denkens noch einmal erleben.
Das Festival ging am Samstagabend mit der Preisverleihung für die besten Produktionen und der Vorführung einer Auswahl preisgekrönter Filme zu Ende.
Trailer der beim FIFAN gezeigten Filme:
- Aventicum D-Couverte, von Philippe Nicolet, präsentiert auf dem FIFAN Dienstag, 21. März um 21:15 Uhr
- Handa und Woopa, von Stéphane Kowalczyk und Florent Rivère, projiziert Mittwoch, 22. März, 15:00 Uhr
- An den Quellen von Angkor, von Olivier Horn, präsentiert beim FIFAN Mittwoch, 22. März um 17:30 Uhr
- China: Die verlorenen Schätze der Han-Dynastie, von Ian Bremner, präsentiert beim FIFAN am Mittwoch, 22. März um 20:00 Uhr
- Neandertaler-Dämmerung für die moderne Morgenröte, von Rob Hope, präsentiert beim FIFAN Freitag, 24. März um 14:00 Uhr
- Das Rätsel des großen Menhirs, von Marie-Anne Sorba und Jean-Marc Cazenave, präsentiert auf dem FIFAN Freitag, den 24. März um 15:10 Uhr