Ausgabe 2013

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Organisation: Römisches Museum Nyon
Leiter: M. Christophe Goumand 

Getreu seiner zweijährigen Tradition erwartete das VIII. Internationale Archäologische Filmfestival von Nyon ein breites Publikum, das sich für archäologisches Wissen begeistert. Das vom Römischen Museum von Nyon organisierte Festival hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wahre Arbeit des Archäologen zu präsentieren – jemand, der so gar nichts mit einem Schatzsucher gemein hat und viel Zeit darauf verwendet, bisweilen spärliche Spuren zu sammeln, um Geschichte zu schreiben. Im Gegensatz dazu erlauben es sich immer mehr Menschen, den Abenteurer zu spielen, und entnehmen Gegenstände wie Trophäen: Damit zerstören sie für immer ganze Abschnitte der Menschheitsgeschichte. Das Programm des Eröffnungsabends zeigte diesen markanten Kontrast, indem es einerseits einen Film über die Plünderung eines Schiffswracks an den Riffen des Indischen Ozeans und andererseits die Ausgrabungen der Universität Genf in einer Höhle in Norditalien präsentierte.

Die Problematik der Bedeutung des Fundkontexts eines archäologischen Objekts wurde ebenfalls angesprochen. Einige Museen zeigen sich beim Erwerb archäologischer Stücke wenig wählerisch und können hohe Summen für Objekte zahlen, die sich im Nachhinein als Fälschungen erweisen. Andere, berühmt gewordene Objekte werden von den Ländern beansprucht, in denen sie entdeckt wurden. Noch problematischer ist der Fall der berühmten Nofretete-Büste, die in Berlin ausgestellt ist und von Ägypten beansprucht wird. Nach langen Untersuchungen kommt der Journalist und Kunsthistoriker Henri Stierlin zu dem Schluss, dass es sich um eine Fälschung handelt; die Berliner Museen wollen jedoch auf dieses zu sensible Thema nicht eingehen, und bestimmte Dokumente bezüglich ihrer Entdeckung können nicht eingesehen werden.

Obwohl das Kino Ende des 19. Jahrhunderts erfunden wurde, existieren bewegte Bilder seit den Anfängen der Menschheit, vor mehr als dreißigtausend Jahren in den Höhlenmalereien. Marc Azéma, Filmemacher und Prähistoriker, stellte am Freitag diese neue Lesart der prähistorischen Höhlenmalereien vor.

Während der ganzen Woche lud das Festival das Publikum ein, durch die Zeit und um die Welt zu reisen, von der Mongolei über Spanien, Ägypten, Gallien usw.

Wir danken dem Bundesamt für Kultur für seine wertvolle Unterstützung.

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Jury 2013

Präsident

  • ADOLFO CONTI, Regisseur und Dokumentarfilmproduzent, Rom, Italien.

Mitglieder

  • Erige Sehiri, Regisseurin, freiberufliche Journalistin, Tunesien.
  • PHILIPPE CURDY, Archäologe, Kurator, Historisches Museum des Wallis, Sitten, Schweiz.
  • DENIS WEIDMANN, Archäologe, ehemaliger kantonaler Archäologe des Kantons Waadt, Lausanne, Schweiz.
  • MARIA LONGHENA, Amerikanische Archäologin, Leiterin des Festivals von Bologna «Storia del passato».

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Programm Siegerliste 2013

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